Sektion Sphagnum

(Untergattung Sphagnum)

Die Sektion Sphagnum vereint die kräftigsten und robustesten heimischen Torfmoose. Ihre Pflanzen wachsen in dichten Polstern, Rasen oder Bulten. Die abstehenden Äste sind dick und unterscheiden sich sehr deutlich von den dünnen, blassen hängenden Ästen. Die Astblätter sind breit oval, stark konkav und laufen in eine kahnförmige Spitze aus. Die Stammblätter sind groß und zungenförmig. Außerdem ist die Stammhyalodermis mit drei bis vier Zellschichten besonders kräftig ausgebildet und nimmt rund ein Drittel bis die Hälfte des Stammdurchmessers ein. Die bisher genannten Merkmale können bereits bei der Geländeansprache mittels Lupe (mind. 10x) hilfreich sein. Das sicherste Bestimmungsmerkmal der Sektion sind aber die Spiralfasern in den Epidermiszellen von Stamm und Ästen. Zur einfachen Überprüfung dieses Merkmals werden die Blätter eines Astes entfernt und der nackte Ast unter dem Mikroskop betrachtet. Für die Bestimmung der einzelnen Arten ist vielfach die Form und Gestalt der Chlorocyten entscheidend. Die Überprüfung dieses Merkmals erfolgt ebenfalls am Mikroskop. Bei manchen Arten ist dabei die Anfertigung eines Astblattquerschnitts erforderlich.

Ökologisch besiedeln die Arten der Sektion mesotrophe bis ombrotrophe Moore sowie geeignete Mineralstandorte. Dort wachsen sie v.a. im Rasenniveau oder bilden niedrigere Bulte. Teilweise gehören sie zu den rezent wichtigsten Torfbildnern in den hiesigen Hochmooren.

Arten der Sektion Sphagnum

Sphagnum centrale Sphagnum centrale
Sphagnum imbricatum s.l.
Sphagnum affine
Sphagnum affine
Sphagnum imbricatum s.l.
Sphagnum austinii
Sphagnum austinii
Sphagnum magellanicum s.l.
Sphagnum divinum
Sphagnum divinum
Sphagnum magellanicum s.l.
Sphagnum medium
Sphagnum medium
Sphagnum palustre Sphagnum palustre
Sphagnum papillosum Sphagnum papillosum
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