Sektion Subsecunda
(Untergattung Subsecunda)
Die Sektion Subsecunda ist äußerst variabel und vermutlich die heterogenste Gruppe der Gattung. Die Pflanzen sind meist klein bis mittelgroß; vereinzelt, aber auch sehr kräftig. Ein gutes Feldmerkmal sind die oft gebogenen oder gedrehten Äste am Köpfchen. Die Stammhyalodermis ist dünn, deutlich abgesetzt und faserlos, ihre Schichtzahl ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal – bei S. subsecundum, S. inundatum und S. denticulatum einschichtig, bei S. contortum und S. platyphyllum zwei- bis dreischichtig. Die überwiegend abstehenden Stammblätter sind klein bis meistens groß und im oberen Drittel oft stark faserig. Die Astblätter sind gewöhnlich einseitswendig, breit, oval bis oval-lanzettlich und deutlich konkav, ohne Resorptionsfurche. Das Schlüsselmerkmal der Sektion sind die kleinen, deutlich beringten und sehr zahlreichen Poren, die in fortlaufenden Reihen entlang der Kommissuren liegen und so „Perlschnurreihen“ bilden. Die Chlorocyten sind tonnenförmig und liegen beidseits schmal frei. Da Stammblattform und -größe stark vom Wasserangebot abhängen, erfordert die Bestimmung stets mehrere Merkmale.
Ökologisch besiedeln die Pflanzen nasse minerotrophe, relativ basenreiche Standorte. Meist sind sie in Schlenken von Übergangsmooren, an Gewässerufern oder in elektrolytreichen Niedermooren zu finden.
Während S. subsecundum, S. contortum und S. platyphyllum haploid sind, handelt es sich bei S. inundatum und S. denticulatum um diploide Arten, die vermutlich nur in Europa vorkommen. Die hohe morphologische Variabilität und die Möglichkeit breite ökologische Nischen zu besetzen ist für Hybridarten nicht ungewöhnlich.

