Sphagnum angustifolium

Wissenschaftl. Name:Sphagnum angustifolium (Russow) C. E. O. Jensen
Synonyme:Sphagnum recurvum var. tenue H. Klinggr.
Deutscher Name:Kurzblättriges Torfmoos, Schmalblättriges Torfmoos
Bestandssituation:*s – selten
Rote Liste Niedersachsen:*3 – gefährdet
Rote Liste Deutschland:**V – Vorwarnliste
Verbreitungskarte:Rote-Liste-Zentrum ↗ | GBIF ↗

* Koperski (2011), ** Caspari et al. (2018)

Habitus und Bestimmungsmerkmale

Sphagnum angustifolium ist klein bis mittelgroß, grün bis bräunlich oder semmelbraun; an trockeneren Wuchsorten mit konvexem bis fast halbkugeligem, kompaktem Köpfchen. Die Stammepidermis ist meist nicht von der Sklerodermis abgesetzt. Die sehr kleinen Stammblätter (≤0,8 mm) sind gleichseitig dreieckig, etwa so lang wie breit, gewöhnlich faserlos und haben eine gerundete, kaum zerschlissene Spitze. Auffällig ist, dass die hängenden Äste meist deutlich länger sind als die abstehenden Äste. Die Astblätter sind nur selten fünfzeilig angeordnet.

Von S. fallax trennen die kleineren, gerundeten Stammblätter und die fehlende Stammepidermis. S. flexuosum ist gewöhnlich bleicher und hat größere, zungenförmige Stammblätter (≥0,9 mm). Von S. balticum trennen die anliegenden statt abstehenden Stammblätter und die fehlende Stammepidermis.

Ökologie und Verbreitung

S. angustifolium besitzt eine breite ökologische Amplitude von ombrotroph bis intermediär minerotroph, es bildet reine Matten oder verstreute Triebe; in reicheren Mooren wächst es in größerem Abstand zum Grundwasser. Es kommt auch in soligenen Sümpfen, an Hangquellen, in Moorwäldern, in trockeneren Hochmoorbereichen und an Wegböschungen vor und verträgt mäßigen Schatten. Begleiter sind S. capillifolium, S. russowii, S. girgensohnii, S. fallax und S. rubellum. Die Art ist zirkumpolar weit verbreitet mit deutlich kontinentaler Tendenz. In Deutschland ist S. angustifolium mäßig häufig und ungefährdet; im Nordwesten etwas seltener.

Bilder von Sphagnum angustifolium

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