Sphagnum fallax
| Wissenschaftl. Name: | Sphagnum fallax (H. Klinggr.) H. Klinggr. |
| Synonyme: | Sphagnum cuspidatum var. fallax H. Klinggr. |
| Deutscher Name: | Trügerisches Torfmoos |
| Bestandssituation:* | h – häufig |
| Rote Liste Niedersachsen:* | * – ungefährdet |
| Rote Liste Deutschland:** | * – ungefährdet |
| Verbreitungskarte: | Rote-Liste-Zentrum ↗ | GBIF ↗ |

Habitus und Bestimmungsmerkmale
Sphagnum fallax ist ein mittelgroßes bis kräftiges Torfmoos, grün bis gelbgrün oder semmelbraun; Gestalt und Größe sind sehr variabel. Die Astblätter sind meist deutlich fünfzeilig angeordnet und im unteren Teil des Blattes am breitesten. An nassen Wuchsorten sind die äußeren Äste des Köpfchens oft sternförmig. Abstehende und hängende Äste sind etwa gleichlang. Die Stammhyalodermis ist zwei- bis dreischichtig oder nur undeutlich ausgebildet. Charakteristisch sind die gleichseitig dreieckigen Stammblätter mit einem deutlich aufgesetzten Spitzchen, die Hyalocyten sind ungeteilt und gewöhnlich faserlos.
Von S. angustifolium und S. flexuosum trennen die spitzen statt gerundeten Stammblätter und die meist deutlichere Stammhyalodermis. S. cuspidatum hat längere und meist fibröse Stammblätter und gewöhnlich keine fünfzeilig angeordneten Astblätter.
Ökologie und Verbreitung
S. fallax besiedelt ein sehr weites Spektrum dauerfeuchter, saurer und schwach minerotropher Standorte: Nasse Wiesen, Moore, Bach- und Grabenränder, Wälder, nasse Heiden, Hangquellen, Schwingrasen und Schlenken, auch flutend; oft bildet es Massenbestände und profitiert von erhöhten Stickstoffeinträgen. Begleiter sind S. palustre, S. riparium und S. papillosum. Die Art ist zirkumpolar mit subozeanischer Tendenz und in Europa weit verbreitet. In Deutschland ist S. fallax sehr häufig, eher in Ausbreitung begriffen und ungefährdet.
Bilder von Sphagnum fallax















