Sphagnum riparium
| Wissenschaftl. Name: | Sphagnum riparium Ångstr. |
| Synonyme: | – |
| Deutscher Name: | Ufer-Torfmoos |
| Bestandssituation:* | s – selten |
| Rote Liste Niedersachsen:* | 3 – gefährdet |
| Rote Liste Deutschland:** | * – ungefährdet |
| Verbreitungskarte: | Rote-Liste-Zentrum ↗ | GBIF ↗ |

Habitus und Bestimmungsmerkmale
Sphagnum riparium ist ein meist sehr großes, kräftiges Torfmoos, das grün oder bleich- bis gelblich-grün gefärbt ist. Auffällig sind die große Endknospe und die langen abstehenden Äste mit anliegenden Blättern. Der Stamm ist grün bis bleich, steif, aber brüchig und knackt beim Biegen hörbar. Die Stammblätter sind groß, dreieckig-zungenförmig und an der Spitze auffällig tief gespalten, wie auseinandergerissen, mit darunter vergrößerten Zellen. Charakteristisch sind außerdem die Astblattspitzen, die oft nur aus Chlorocyten bestehen und einen schnabelartigen Fortsatz bilden.
Von S. girgensohnii, dem es an trockenen Stellen ähnelt, S. fallax und S. flexuosum trennen die gespaltenen Stammblätter, die vergrößerten apikalen Hyalocyten und die Chlorocyten-Astblattspitzen. Es ist darauf zu achten, dass insbesondere bei S. flexuosum eingerissene Stammblätter auch als Artefakt auftreten können. Daher sind im Zweifel weitere Merkmale zu überprüfen.
Ökologie und Verbreitung
S. riparium ist hydrophil, aber kaum submers und bildet lockere Matten in nassen, mesotrophen bis etwas oligotrophen Mooren, an Gräben und Bachläufen sowie in Sümpfen, oft zwischen Binsen und meist unter Gebüsch oder im Bruchwald; es bildet Schwingrasen und ist an Grundwasserschwankungen angepasst, aber auf sehr nasse Bereiche beschränkt. Begleiter sind S. squarrosum, S. fimbriatum und S. girgensohnii. Die Art ist zirkumpolar verbreitet und gehört zu den dominanten Arten Nordskandinaviens. In Deutschland ist S. riparium insgesamt selten, aber an geeigneten Wuchsorten regelmäßig zu finden.






