Sphagnum fuscum
| Wissenschaftl. Name: | Sphagnum fuscum (Schimp.) H. Klinggr. |
| Synonyme: | Sphagnum acutifolium var. fuscum Schimp. |
| Deutscher Name: | Braunes Torfmoos |
| Bestandssituation:* | es – extrem selten |
| Rote Liste Niedersachsen:* | 2 – stark gefährdet |
| Rote Liste Deutschland:** | 2 – stark gefährdet |
| Verbreitungskarte: | Rote-Liste-Zentrum ↗ | GBIF ↗ |

Habitus und Bestimmungsmerkmale
Sphagnum fuscum ist ein kleines, schlankes und kompaktes Torfmoos – die einzige rein braune Art der Sektion. Es ist mittel- bis tiefbraun oder bräunlich grün, niemals auch nur mit Spuren von Rot, und bildet dichte, ausgedehnte Rasen und Bulte. Ein sehr gutes Feldmerkmal selbst bei grünen Pflanzen ist der dunkelbraune bis schwarzbraune Stamm. Die zungenförmig-spateligen Stammblätter sind breit gerundet.
Aufgrund der braunen Stammsklerodermis kann die Art von den meisten anderen Arten der Sektion gut getrennt werden. Lediglich S. subfulvum hat ebenfalls einen braunen Stamm, ist aber robuster, meist etwas orangebraun und hat spitzere Stammblätter.
Ökologie und Verbreitung
S. fuscum bildet dichte, niedrige und breite, gelegentlich auch hohe Bulte in offenen, oligo- bis ombrotrophen Mooren; Schatten meidet es. Als dominante Bultart tritt es überwiegend unter (sub-)kontinentalen Bedingungen auf – in der borealen Zone beherrscht es ombrotrophe Moore, in Westsibirien ist es ein Haupttorfbildner. Typische Begleiter sind S. rubellum, S. medium, S. balticum und Polytrichum strictum. Die Art ist zirkumpolar verbreitet mit kontinentaler und arktisch-alpiner Tönung; sie ist in Fennoskandien häufig und steigt montan bis über 2.000 m. In Niedersachsen ist S. fuscum v.a. noch im Oberharz zu finden, im Tiefland ist die Art sehr selten. Im restlichen Deutschland ist S. fuscum ebenfalls sehr selten.





