Sphagnum girgensohnii
| Wissenschaftl. Name: | Sphagnum girgensohnii Russow |
| Synonyme: | – |
| Deutscher Name: | Girgensohns Torfmoos |
| Bestandssituation:* | s – selten |
| Rote Liste Niedersachsen:* | V – Vorwarnliste |
| Rote Liste Deutschland:** | * – ungefährdet |
| Verbreitungskarte: | Rote-Liste-Zentrum ↗ | GBIF ↗ |

Habitus und Bestimmungsmerkmale
Sphagnum girgensohnii ist ein mittelgroßes, grün bis gelblichgrünes, an besonnten Wuchsorten auch hellbräunliches Torfmoos, das nie rot gefärbt ist und einen hellen Stamm besitzt; sein Köpfchen ist in Aufsicht deutlich fünfstrahlig sternförmig, die Endknospe mittelgroß. Die zungenförmigen Stammblätter sind an der Spitze gefranst.
Von S. fimbriatum trennen die nur an der Spitze gefransten, nicht verbreiterten Stammblätter. S. russowii zeigt stets etwas Rot und besitzt i.d.R. längere Stammblätter sowie eine kleinere Endknospe. S. teres hat meist einen braunen Stamm und größere Stammblätter. Bei Arten der Sektion Cuspidata sind die Stammblätter nicht aufrecht am Stamm anliegend.
Ökologie und Verbreitung
S. girgensohnii besiedelt schattige Standorte mit geringer Torfauflage oder Rohhumus und Mineralwassereinfluss: Fichtenwälder, Grabenränder und bewaldete Moorränder; es bildet lockere Bulte oder Decken und meidet die volle Sonne. Es ist oligo- bis mesotroph und eine Charakterart der Nadelwälder. S. girgensohnii ist zirkumpolar verbreitet und zeigt in Europa eine der weitesten Nord-Süd-Verbreitungen unter den Torfmoosen. In Skandinavien gehört es zu den sehr häufigen Moosen. In Deutschland ist die Art relativ häufig mit einem Verbreitungsschwerpunkt in den Mittelgebirgen und dem Alpenvorland. Im nordwestdeutschen Tiefland ist S. girgensohnii dagegen eher selten.













