Sphagnum molle
| Wissenschaftl. Name: | Sphagnum molle Sull. |
| Synonyme: | – |
| Deutscher Name: | Weiches Torfmoos |
| Bestandssituation:* | s – selten |
| Rote Liste Niedersachsen:* | 2 – stark gefährdet |
| Rote Liste Deutschland:** | 2 – stark gefährdet |
| Verbreitungskarte: | Rote-Liste-Zentrum ↗ | GBIF ↗ |

Habitus und Bestimmungsmerkmale
Sphagnum molle ist ein kleines und weiches Torfmoos, das kompakte Polster bildet; es ist hellgrün bis weißlich und hat meistens rötliche Flecken, nie stark gefärbt, und ähnelt im Habitus einem schwachen S. compactum. Die großen Stammblätter sind in der Mitte am breitesten und – einzig in der Sektion – tragen die weichen, fast sparrigen Astblätter eine Resorptionsfurche am Rand.
Diese Resorptionsfurche trennt S. molle mikroskopisch von allen übrigen Arten der Sektion Acutifolia. Von S. compactum unterscheiden es die viel größeren Stammblätter und der helle Stamm.
Ökologie und Verbreitung
S. molle besiedelt feuchte, offene, oligotrophe Standorte und ist ausgesprochen ozeanisch-atlantisch verbreitet; es wächst in Stillstandskomplexen von Hochmooren, Moor-, Anmoor- und Küstenheiden. Als konkurrenzschwache Art profitiert es von Störungen. Die Verbreitung ist amphi-atlantisch, mit Schwerpunkt von Mitteleuropa bis südliches Skandinavien sowie im östlichen Nordamerika. In Deutschland liegt der Verbreitungsschwerpunkt im nordwestlichen Tiefland, im Süden und Osten des Landes ist S. molle sehr selten.







