Sphagnum rubellum
| Wissenschaftl. Name: | Sphagnum rubellum Wilson |
| Synonyme: | Sphagnum capillifolium subsp. rubellum (Wils.) A. Eddy |
| Deutscher Name: | Rötliches Torfmoos |
| Bestandssituation:* | mh – mäßig häufig |
| Rote Liste Niedersachsen:* | 3 – gefährdet |
| Rote Liste Deutschland:** | 3 – gefährdet |
| Verbreitungskarte: | Rote-Liste-Zentrum ↗ | GBIF ↗ |

Habitus und Bestimmungsmerkmale
Sphagnum rubellum ist ein kleines bis mittelgroßes, zartes und weiches Torfmoos, das meist tiefpurpurrot gefärbt ist. Sein Köpfchen ist gewöhnlich abgeflacht, der Wuchs locker-bultig oder flachrasig, und das rote bis blasse Stämmchen scheint zwischen den Ästen durch. Die zungenförmigen Stammblätter haben eine gerundete, oft kappenförmig einwärts gebogene Spitze, die beim Ausbreiten einreißt. Die Astblätter sind mehr oder weniger einseitswendig und oft deutlich fünfzeilig. Das Innere der Äste ist durch die Astblätter hindurch sichtbar.
Von S. capillifolium trennen die Köpfchenform, die gerundete Stammblattspitze, die Fünfzeiligkeit und der sichtbare Stamm; Übergänge erfordern das Mikroskop. S. warnstorfii besitzt sehr kleine, stark beringte Spitzenporen und wächst basenreich.
Ökologie und Verbreitung
S. rubellum besiedelt v.a. ombrotrophe Hochmoore und bildet dort lockere Rasen, Polster und niedrigere Bulte; es ist lichtliebend und kommt vorwiegend in tieferen Lagen vor. Begleiter sind S. medium, S. papillosum, S. tenellum und S. fuscum. Die Art ist auf der Nordhemisphäre zirkumpolar verbreitet; hauptsächlich in Europa und Nordamerika mit ozeanischer Tendenz. In Deutschland ist S. rubellum mäßig häufig und eine wichtige Kennart der Hochmoore.



















